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Paulinische Perspektiven Online
 
Ein meditativer online Führer
durch die Evang.-Luth. Pauluskirche Ergolding

mit Fotos von Harry Zdera

Bei Anwahl eines Bildes wird dies vergrößert in einem neuen Browserfenster geöffnet.

 
Glaube und Photographie haben etwas Gemeinsames:
Beide Male gilt es, Herz und Geist
auf eine Linie zu bringen.

Harry Zdera

„Aus Finsternis soll Licht aufleuchten" 

2. Korinther 4, 6
 

„Redet in Psalmen und Lobgesängen" 

Epheser 5, 19
 

„Seid einander in Liebe zugetan" 

Römer 12, 10
 
 

„Ehre sei dem, der die Macht hat,
Euch Kraft zu geben" 

Römer 16, 25
 
 

„Aus ihm und durch ihn
und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung" 

Römer 11, 36
 
 

„Gott ist mitten unter euch" 

1. Korinther 14, 25
 
 

„Wo der Geist Gottes ist, da ist Freiheit" 

2. Korinther 3, 17
 
 

„Das tut zu meinem Gedächtnis" 

1. Korinther 11, 25
 

„Die Gabe Gottes ist das ewige Leben" 

Römer 6, 23
 

„Lasst euch versöhnen mit Gott!" 

2. Korinther 5, 20

„Jesus Christus ist der Schluss-Stein"

Epheser 2, 20f.

„Berufen zum Lob seiner herrlichen Gnade" 

Epheser 1, 6


Zur Einstimmung

In den Jahren 1988/89 wurde die Evangelisch-Lutherische Pauluskirche nach Plänen des Landshuter Architekten Willi Zeilhofer erbaut. Im Jahre 1998 wurde sie im Rahmen eines bundesweiten Architekturwettbewerbes mit einer Auszeichnung bedacht.
Eine moderne Kirche also, die zum Zentrum des gottesdienstlichen und gemeindlichen Lebens der Paulusgemeinde geworden ist.

Dass es auch in einer modernen Kirche „etwas zu sehen gibt", das beweisen die Fotos des renommierten Landshuter Photographen Harry Zdera. Mit sei-nen Aufnahmen lädt er dazu ein, in und an unserer Pauluskirche Sehenswertes und Sehenswürdiges zu entdecken.
Die paulinischen Worte wollen die visuellen Eindrücke vertiefen und zum Weiterdenken anregen.

Ein besonderer Dank gilt Frau Maria Cormeau, Landshut, für die künstlerische Beratung; Frau Marlies Kammer, Ergolding, die die Idee zu diesem meditativen Kirchenführer hatte und diese in die Tat umgesetzt hat; und natürlich Harry Zdera für sein Gespür und seine professionelle Akribie.

Seinem Wunsch möchte ich mich anschließen:
„Glaube und Photographie haben etwas Gemeinsames: Beide Male gilt es, Herz und Geist auf eine Linie zu bringen. Ich wünsche mir, dass diese Photos Sie ermuntern, Ihre Pauluskirche mit neuen Augen zu sehen".
 

Geschichte, Architektur und Bedeutung der Pauluskirche

Die evangelische Pauluskirche in Ergolding zählt zu den modernen Kirchenbauten in und um Lanshut. Sie wurde in den Jahren 1988/89 nach  Plänen des Landshuter Architekten Willi Zeilhofer erbaut. Sie wurde am 17. Dezember 1989 zusammen mit dem neuen Gemeindezentrum feierlich eingeweiht.

Das Kirchengebäude besticht durch seine eigenwillig-gelungene Architektur und verleiht dem Gesamtensemble – bestehend aus Kirche, Kindergarten, Gemeindezentrum und Pfarrhaus – seinen unverwechselbaren Charakter.

Markant sind vor allem die kreisrunde Form, die durch ein im Innenhof befindliches Wasserbecken geschlossen wird, sowie schräg gen Osten abfallende Deckenträger.

Die ausgewogene Verwendung der Baumaterialien – Stahl für die filigranen Deckenträger, die Fensterfront und die Emporenbrüstung; Holz für den Fußboden, die Decke und das Mobiliar – verleiht der Pauluskirche den Charakter eines sehr modernen, aber auch überaus kommunikativen Kirchengebäudes, in dem sich die zum Gottesdienst versammelte Gemeinde wohl fühlt.

Die Pauluskirche ist der Mittelpunkt der seit 1976 eigenständigen und stetig wachsenden Gemeinde, die neben dem Bereich der Marktgemeinde Ergolding in einem weiten Diasporagebiet die Orte der Großgemeinde Essenbach sowie Teile von Hohenthann umfasst.

Die Kreisform, die Neigung der Holzdecke, die fächerförmige Anordnung der Deckenträger richten die Aufmerksamkeit auf das Kreuz: dort laufen die einzelnen Linien zusammen. Gleichzeitig geht vom Kreuz aber auch eine Bewegung aus – so wie die Strahlen einer Kerze. Diese weisen gleichsam durch die Kirchenfenster hindurch, hinaus ins Freie, zu den Menschen, die dort wohnen, leben und ar-beiten.

Diese Bewegung, die auf das Kreuz zuläuft und vom Kreuz ausgeht, ist auch bei der Gestaltung des Kirchenvorplatzes aufgenommen worden. Sie ist das theologische Leitmotiv, das auf gekonnte Weise architektonisch umgesetzt worden ist.

Seit Sommer 2000 hat die Pauluskirche eine neue Orgel, die von der renommierten Orgel-baufirma RIEGER in Vorarlberg gefertigt wor-den ist. Sie fügt sich vorzüglich in das Kircheninnere und setzt zugleich eigene künstlerische Akzente.

Die Pauluskirche trägt den Namen des neben Petrus wohl bedeutendsten Apostels der Urgemeinde und der Kirchengeschichte. Er wurde in bewusster Entsprechung zur kath. Pfarrkirche St. Peter gewählt, um damit das gute ökumenische Klima am Ort zum Ausdruck zu bringen.

Die Pauluskirche kann auf Wunsch jederzeit besichtigt werden. Besucher wenden sich bitte an das Pfarramt
 

 
  27 Januar, 2008