Vorschulgruppe

 

Die Aufsichtsbehörden schreiben vor, dass die Kinder, solange die Fallzahlen sehr hoch sind, in ihren festen Stammgruppen bleiben müssen.

Deshalb gibt es schon seit langem keine wöchentlichen gruppenübergreifenden Treffen der älteren Kinder mehr, sondern die Vorschulkinder treffen sich donnerstags in der mit altersgemäßen Spiel- und Arbeitsmaterialien ausgestatteten Turnhalle zeitversetzt. 

Im Bayr. Erziehungs- und Bildungsplan ist u.a. vorgeschrieben, dass den Kindern auch Lernorte außerhalb des KiHa zugänglich gemacht werden sollten. Und weil sich im Frühling einige Kinder während der Brotzeit immer wieder über ihre Wohnsituationen und Familien unterhielten, wurde dieses Interesse der Kinder aufgegriffen und zum Thema "mein Zuhause" viele Aktivitäten durchgeführt.

Partizipation, d.h. aktive Teilhabe und Mitbestimmung sind ein wichtiges Prinzip in der Arbeit mit den älteren Kindern. Deshalb wurden in einem Morgenkreis ihre Vorschläge und Wünsche gesammelt und besprochen.

In den Wochen danach wurde vieles davon umgesetzt. Die Kinder gestalteten die Häuser, in denen sie wohnen und zeichneten ihre Familienmitglieder hinein. Auf dem Ergoldinger

Straßenplan suchten sie ihr Zuhause und zeichneten ihren Weg zum Kindergarten bzw. zur Schule nach und erkannten, wie unterschiedlich lang die einzelnen Wege waren.

Später konnten sie sich als kleine Reporter - an verschiedenen Tagen in Kleingruppen aufgeteilt - mit Fotoapparat auf den Weg machen, übten sich im richtigen Verhalten im Straßenverkehr und zeigten ihren GefährtInnen ihr jeweiliges Zuhause und seine evtl. Besonderheiten z.B. Tiere, Garten u. ä.

Am Folgetag wurde den anderen Kindern anhand der Fotos und durch persönliches Erzählen des Erlebten das Zuhause konkret vorgestellt, und jedes Kind konnte weitere Sicherheit im Sprechen vor einer Gruppe gewinnen.

An diesem Projekt hatten die Kinder große Freude und waren mit Begeisterung, großem Ernst und Eifer dabei. So können die 5- und 6-jährigen Kinder auch unter den besonderen Bedingungen der Coronazeit ganzheitliche, situationsorienterte und spielerische Lernerfahrungen in vielen Bildungsbereichen als Vorbereitung auf die Schule machen.