Fast ein halbes Jahrhundert Mesner

Nachruf auf Thomas Irsigler
Bildrechte Irsiegler

Nachruf auf Thomas Irsigler

Thomas „Tom“ Irsigler ist im Juni verstorben, unerwartet und vor der Zeit.

Als Ergoldinger im Pfettracher „Exil“ waren Pauluskirche und Paulusgemeindezentrum zeitlebens „seine“ Kirche. Unweit der Pauluskirche aufgewachsen, wurde Thomas Irsigler hier konfirmiert und getraut. Hier war er für eine Wahlperiode Mitglied im Kirchenvorstand. Hier war er als Mesner tätig. Gemesnert hat Thomas Irsigler seit seiner Konfirmation, sage und schreibe 47 Jahre lang. Fast ein halbes Jahrhundert. Er ist somit ein „Urgestein“ der Gemeinde und hat diverse Pfarrpersonen kommen und gehen gesehen. Er hat im Gemeindesaal Gottesdienste begleitet, als dieser noch als Gottesdienstraum genutzt wurde, und den Bau der Pauluskirche miterlebt. Egal zu welcher Kirchenjahreszeit: Als Mesner hat Thomas Irsigler sich gekümmert, mitgedacht, spontan Lösungen gefunden für dieses und jenes und es im Kirchenraum einladend werden lassen. All dies mit großer Ruhe, Freundlichkeit und Geschick – und natürlich mit einer unglaublichen Routine, die ihm über die Jahrzehnte seines Tuns zugewachsen ist.
In der Sakristei, in Gesprächen nach dem Gottesdienst, blitzten regelmäßig Personen oder Dinge auf, die sein Leben reicher machten: allem voran seine Familie und zuletzt besonders sein Großvaterstolz, aber auch seine Arbeit als Personalrat oder das jährliche, geradezu manufakturhaft betriebene Backen von Osterlämmern.
In Psalm 23 heißt es: „[U]nd ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.“ Das ist auch unsere Hoffnung für Thomas Irsigler. Danke für vieles – und Gott befohlen!

Christoph Hilmes